<![CDATA[There was no sound -- an awesome music blog]]> http://www.therewasnosound.com/ News from your favourite music nerd. en-us Sat, 04 Feb 2012 02:27:58 +0100 http://www.rssboard.org/rss-specification <![CDATA[ Autisten-Ich ]]> http://www.therewasnosound.com/index.php?blogentry=63 Auf der Suche nach einem Hinweis, was ein Lächeln bedeutet. Ob es ein gedankenverlorenes Lächeln ist oder ein habituelles oder ein zielgerichtetes. Ob das Lächeln mir gilt oder dem Ausblick aus dem Fenster hinter mir. Ob es überhaupt ein Lächeln ist oder nur eine gleichartige Bewegung. Ob dieses Lächeln Neugier ausdrückt, Zuneigung, Unverständnis, Herablassung. Würden wir uns kennen, wäre dieses Lächeln das gleiche? Würde ich es mit der gleichen Hilflosigkeit betrachten? Vielleicht würde es dann schon Normalität geworden sein und ich bemerkte es überhaupt nicht mehr. Oder nur in seltenen Augenblicken, in denen ich mich an die Zeit erinnerte, in der wir einander Unbekannte und alle Möglichkeiten hinter diesem Lächeln noch denkbar waren.

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2012-02-04 02:27:58
<![CDATA[ Vertrauen ]]> http://www.therewasnosound.com/index.php?blogentry=62 Welchen Sinn hat es, einer Person Vertrauen zu schenken? Ich weiß nichts über ihre Motivationen und Einstellungen. Was hält die Person davon ab, sich morgen zu entscheiden, mein Vertrauen zu enttäuschen?

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2012-01-14 00:46:27
<![CDATA[ Denken ]]> http://www.therewasnosound.com/index.php?blogentry=61 Ich glaube, die meisten Leute können einfach so denken; sie nehmen sich vor, zu einem bestimmten Zeitpunkt A mit dem Nachdenken über ein Thema oder ein Problem anzufangen, machen das dann einfach und hören zu einem Zeitpunkt B wieder damit auf. Sie denken konzentriert und geordnet, ihre Gehirne sortieren alles säuberlich ein und etikettieren es mit akkuraten Bezeichnungen, damit es sich bei Bedarf schnell wieder auffinden lässt.

Mein Gehirn funktioniert da offenbar anders, eher wie so eine Art Verdauungstrakt für Informationen, dessen Aktivitäten weder beeinflussbar noch genau voraussehbar sind. Was genau an Informationen verarbeitet wird und was nicht, erscheint größtenteils zufällig. Wichtige Kernthesen werden bis zum Folgetag vergessen, obskure Fußnoten auf Seite 13 über einen völlig abseitigen Aspekt des Themas auch nach Jahren noch erinnert. Was dann doch behalten wird, bleibt eine Ansammlung unstrukturierter Wissensfragmente, die ohne erkennbare Bezüge abgelegt werden und an denen sich statt einer aussagekräftigen Beschriftung höchstens mal ein schnell hingeschmiertes "noch mal genau lesen" findet.

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2011-12-09 23:00:47
<![CDATA[ Für Hobbes waren sie alle Psychopathen ]]> http://www.therewasnosound.com/index.php?blogentry=60 Frage dich, ob nicht bei jedem Versuch, Moral mit Empfinden zu begründen und dabei die Beteiligten als freie und gleiche Personen zu behandeln, zuviel Selektion im Spiel ist. Dabei fallen immer solche durch, welche nicht den Auswahlkriterien entsprechen. Sind das die Psychopathen oder nur diejenigen, welche die Begrenztheit einer solchen "empathischen" Moral erkennen? Bist du unmoralisch, wenn du bei Regelverletzung keine Empörung empfindest und keine Verpflichtung jenseits deiner Klugheitserwägung, dass es zweckrational ist, sich an eine Regel zu halten?

Natürlich mag es sein, dass sich ein großteil bestehender Moralsysteme begründen lässt, dass ein Großteil der Menschen so etwas wie moralische Intuitionen hat, aber ist das ein zukunftsfähiges Modell? Gerade in einer Welt, in der die Interdepedenz unterschiedlicher Kultursphären mit ihren eigenen Werteordnungen zunimmt und deren erfolgreiche Interaktion gegebenenfalls überlebenswichtig sein kann, scheint es nicht obsolet, solche Moralvorstellungen zu konservieren?

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2011-12-05 23:51:09
<![CDATA[ Genozid ]]> http://www.therewasnosound.com/index.php?blogentry=59 Warum geht Genozid nicht?

Ich meine, es ist mir schon klar, dass Genozid keine vertretbare soziale Praxis darstellt. Aber wenn jemand mich fragt: Warum geht das nicht? Was antworte ich?

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2011-11-18 22:33:27